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Lichtblick ·

Trinkmenge bei Dialyse: Warum der kleinste Becher gewinnt

Kleine Lieblingsbecher machen die Trinkmenge sichtbar und jeden Schluck zu einem kleinen Fest. Drei einfache Tipps für deinen Tag.

Der Short dazu, 45 Sekunden.

Wenn du deine Trinkmenge einteilen musst, zählt jeder Schluck. Da wirkt ein großer Becher erst mal verlockend. Und doch gewinnt im Alltag oft der kleinste. Warum das so ist und wie aus einer Regel ein kleines Ritual werden kann, liest du hier.

Klein, schlank und schön

Das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) nennt in seinem Ernährungsratgeber einen Tipp, der fast zu einfach klingt: kleine, schlanke Tassen und Gläser benutzen. Er steht dort bei den Tipps gegen Durst. Auch ein Nierenteam des britischen NHS rät, zu einem kleineren Becher oder Glas zu greifen.

Das Schöne daran: Kleine Becher dürfen Freude machen. Such dir ein Set aus, das dich anlacht, gern in deiner Lieblingsfarbe, mit Punkten, Streifen oder einem Herz. Dann greifst du nicht zu irgendeinem Glas, sondern zu deinem.

So wird aus der Menge ein Plan

  1. Klein und schlank wählen. Kleine, schlanke Tassen und Gläser, gern in deiner Lieblingsfarbe.
  2. Morgens abfüllen. Stell am Morgen bereit, was dein Nierenteam für dich festgelegt hat. Das empfiehlt auch der Ratgeber „Wasser und Salz“ der DaVita-Dialysezentren: Wer die Trinkmenge am Anfang des Tages bereitstellt, behält besser den Überblick. So siehst du jederzeit, was noch geht.
  3. Über den Tag verteilen. Jeder Becher bekommt seine eigene Zeit, zum Beispiel Frühstück, Mittag, Kaffee und Abend. Der NHS-Ratgeber rät, die erlaubte Menge gleichmäßig über den Tag zu verteilen. Die US-amerikanische National Kidney Foundation schlägt ebenfalls vor, die Tagesmenge auf feste Uhrzeiten aufzuteilen.

Wie viel du trinken darfst, ist sehr verschieden. Es hängt unter anderem von deiner Behandlung ab und davon, wie viel deine Nieren noch ausscheiden. Deshalb gibt es hier bewusst keine Zahl. Die legt dein Nierenteam mit dir fest, und dort kannst du auch fragen, wenn du dir unsicher bist.

Warum der Kleine gewinnt

Der kleine Becher macht deinen Tag sichtbar. Morgens steht dein Set bereit, und mit jedem Becher siehst du, wo du gerade stehst. Du musst nicht rechnen oder schätzen, du schaust einfach hin.

Und jeder Schluck wird ein kleines Fest. Ein schöner Becher zur Kaffeezeit fühlt sich anders an als ein Schluck „weil es halt sein muss“. Aus der Einschränkung wird ein Ritual, das zu dir passt.

Kurz gesagt

  • Kleine, schlanke Tassen und Gläser stehen in den Durst-Tipps des KfH.
  • Morgens bereitstellen, was dein Nierenteam festgelegt hat, und über den Tag verteilen.
  • Ein Set Lieblingsbecher macht die Menge sichtbar und jeden Schluck ein bisschen schöner.

Welche Farbe hat dein Lieblingsbecher? Zeig ihn uns im Discord.

Quellen

  • KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation: Gesund genießen. Gut leben. Ratgeber Ernährung, Druckstand August 2020, S. 28–29. >PDF
  • DaVita Deutschland AG: Wasser und Salz. Worauf Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion achten sollten, Auflage 01/2020. >PDF
  • East and North Hertfordshire NHS Trust, Renal Dietetics: Patient Dietary Advice – Limiting Your Intake of Fluids, Mai 2019. >PDF
  • National Kidney Foundation: Learning to Follow Your Dialysis Fluid Restrictions, August 2022. >Artikel

Keine ärztliche Beratung. Dieser Beitrag erklärt allgemeine Zusammenhänge mit Quellen. Was für dich gilt, hängt von deinem Stadium und deiner Behandlung ab. Sprich darüber mit deinem Nierenteam.

Hilfe und Beratung findest du bei den Anlaufstellen.